Tag 15 – In das Damaraland

Die heutige Tour führt uns über Uis und Khorixas zur Vingerclip Lodge im Damaraland. Bevor es losging kam aber noch Besuch bei uns an der Ai Aiba Lodge vorbei.

Das Zähneputzen stelle ich mir mühsam vor.

Ein kleiner Trupp Warzenschweine, hier im Bild die Bache.

Dann ging es los. In Uis kommt man dem Brandberg recht nahe, dem höchsten Berg Namibias. Das Massiv ist vulkanischen Ursprungs und hebt sich mächtig aus der Umgebung. Bei Khorixas haben wir dann einen Abstecher zu dem „Petrified Forest“ gemacht. Etwa 50km westlich liegt ein Gebiet, in dem es vor rund 240 Millionen Jahren mal ein katastrophales Ereignis gegeben haben muss. Es hat einen ganzen Wald umgemäht, der aber anscheinend sofort von einer dicken Sedimentschicht begraben wurde. Das Holz selbst ist zwar verschwunden, aber die Stämme sind unter den speziellen Bedingungen praktisch in Stein umgewandelt worden, also mineralisiert. Erstaunlich, wie sich auch kleinste Details des Holzes erhalten haben, inklusive der Rinde. Im Bild ist „Big Mama“, ein Stamm mit 1,2m Durchmesser. Das ist echt kein Holz mehr, sondern Stein!

Die Bäume sahen schon vor 240 Millionen Jahren so aus wie heute.

Weiter auf dem Weg zur Unterkunft tauchen plötzlich überall Termitenhügel auf. Tagsüber ist aber völlige Ruhe, also konnte sich Andrea mal anlehnen.

Die größten Teile werden locker 2,5 bis 3m hoch.

Dann kamen wir langsam Richtung Lodge. Und was für eine Gegend! Monument Valley in Afrika!

Bei einer Immobilie zählt Lage, Lage und nochmals Lage!

Im Bild sieht man die Lodge etwa in der Mitte, rechts oben auf dem Berg ist das Restaurant, in dem wir später gegessen haben. Wieder eine äußerst coole Unterkunft!

Erst lief uns noch eine blaue Eidechse über den Weg. Also mal wieder ein Eidechsenbild.

Ohne Tierbilder geht in diesem Blog nichts!

Dann ging es rauf zum Restaurant. Ca. 15 Minuten recht ordentlicher Aufstieg (kein Taxi!), aber es lohnt sich. Was für ein Panorama von da oben. Und natürlich wieder Sonnenuntergang. Douglas Adams hat sich geirrt – das wahre Restaurant am Ende des Universums steht hier. Wer jemals in der Vingerclip Lodge übernachten sollte – dieses Restaurant buchen. Die Ausblicke in den nächsten Bildern machen es vielleicht klar.

Das sieht zwar etwas merkwürdig aus links der Mitte, war aber wirklich ein Regenbogen,
Der Blick Richtung Etosha. Links die namensgebende Vingerklip.

Heute noch ein Bonus: Dit un datt.

Englisch ist zwar Amtssprache in Namibia, aber es ist bei den wenigsten die Muttersprache. Jeder kann ein bisschen, so dass es zur Verständigung reicht, die Aussprache ist aber manchmal sehr gewöhnungsbedürftig. Mehrfaches Nachfragen ist häufiger mal nötig. Macht aber nix, alle sind geduldig.

Beim Tanken heißt „volltanken“ auch wirklich voll. Ich habe außerhalb von Namibia selten erlebt, wie akribisch man einen Tank wirklich exakt bis zur Unterkante des Einfüllstutzens füllen kann. Dauert auch eine ganze Weile, ist aber eben so. Sonst ist ja nicht voll.

Sprüche:

„Kommt nix“

Kurzer Kommentar an nahezu jeder Kreuzung im nirgendwo.

„Die Hektik wurde nicht in Namibia erfunden“

Geschuldet der Tatsache, dass „5 Minuten“ in Namibia eine praktisch beliebige Zeitspanne zwischen etwa 10 und 45 Minuten bedeuten.

„Deine Frauenmusik klingt auch mit jedem Stück gleich“

Ja, kann halt nicht jeder einen so erlesenen Musikgeschmack nachvollziehen.

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