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Unspektakulär in der Ansicht, aber durchaus spannend von der Physik her: die Galaxiengruppe um NGC 51 an der Grenze zwischen Andromeda und Kassiopeia. Die Gruppe ist isoliert, liegt aber wohl am Rand des Perseus-Haufens. Sie liegt in etwa 275 Millionen Lichtjahren Entfernung.

Wir sehen zwei Triplets: oben von links nach rechts: NGC 51, NGC 49 und NGC 48. Unten drei IC Galaxien: IC 1536, IC 1535 und IC 1534. Die Morphologie ist ungewöhnlich, zumindest bei NGC48 und NGC 51: beide zeigen deutliche Störungen, vermutlich durch graitative Wechselwirkungen innerhalb der Gruppe. Insbesondere NGC 51 ist in der inneren Struktur, die ich hier auflösen konnte, sowie mit den weiten, schwachen Ausläufern gravitativ verformt. NGC 48 ist ebenfalls eine gestörte Galaxie, allerdings noch als Balkengalaxie erkennbar. Leider lassen sich aufgrund der großen Entfernung nicht mehr Details auflösen.

Die zwei Triplets NGC 51, 49 und 48 oben, IC 1536, 1535 und 1534 unten. Volles Bild bei Klick auf die Vorschau.

Weitere Informationen finden sich hier:

Ein Panstarrs-Bild (sonst gibt es von dieser Gruppe fast nichts):

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/NGC_51_PanS.jpg

Und etwas mehr Hintergrundinformationen hier:

https://www.webbdeepsky.com/galaxies/object/NGC48

http://www.kopernik.org/images/archive/n51.htm

Das Bild entstand Ende September/Anfang Oktober 2021 am 12″ Newton mit ASA Reducer bei etwa 950mm Brennweite. Kamera QHY183M. Die Belichtung im L-Kanal 500 Minuten, RGB je 75 Minuten. Den Rotkanal hat es leider aufgrund eines Fehlers in der Filterradpositionierung etwas zerlegt, deshalb ist die Farbe nicht kalibriert, sondern “frei Schnauze” justiert. Murphy ist überall.

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