TACO!

Tja, da muss ich meine Prognose wohl schon wieder einkassieren. Der orange Mann wird erst rot vor Aufregung, und dann macht es „puff“ und das unartige Kind ist wieder ruhig. Mein Glückwunsch an die Grönlander und Dänen!

Ich wünsche mir mehr klare Statements von NATO und EU. Nur so kann man mit verzogenen Gören reden. Irgendwann ist mal Ende mit Diplomatie, aber aufgrund dieser Einstellung bin ich auch kein Diplomat.

The Walking Dead

So, jetzt wage ich doch mal eine Prognose: Trump bleibt maximal noch vier Wochen im Amt. Grönland wird sein Todesstoß. Die heutige Zolldrohung zeigt, dass er gar nicht verstanden hat, was er da anrichtet. Es gibt rote Linien für die Europäer, und die bleiben auch dann rot, wenn es was kostet. Und auf die harte Tour wird es nicht gehen – in Amerika werden sie ihn stoppen, wenn er ohne Bedrohung ein NATO-Land militärisch einnehmen will.

Wem es noch nicht klar war, der sollte es spätestens jetzt gemerkt haben. Die Amis haben einen Verrückten zum Präsidenten gewählt.

Meinungsfreiheit

Kurz vor der Wahl ist es mal wieder Zeit für ein politisches Statement. Bei der Reichweite dieser Webseite sicherlich wahlentscheidungsbeeinflussend.

Es geht um Meinungsfreiheit. Der gute Elon und sein Onkel Donald sind ja der Meinung, in Deutschland gäbe es das nicht mehr wirklich und unsere Demokratie sei daher dem Untergang geweiht. Auch das AfD-Gejammer, man dürfe hier ja gar nicht mehr seine Meinung sagen, dröhnt einem schon seit langem in den Ohren.

Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Es ist richtig, dass es Grenzen für die Meinungsfreiheit gibt. Die sind zum einen geschichtlich bedingt (keine Nazi-Parolen, keine Leugnung des Holocausts etc.), zum anderen auch aus dem Verständnis eines vernünftigen Umgangs miteinander (keine Hassrede, keine Drohungen, etc.). Man schaue sich den Artikel 5 des Grundgesetzes, unserer Verfassung, einmal an. Die Grenzen, die der Meinungsfreiheit entsprechend unserer Verfassung gesetzt werden, sind definitiv sinnvoll. Ebenso ist es sinnvoll, der Meinungsfreiheit einen hohen Wert beizumessen und erst einzuschreiten, wenn die verfassungsmäßigen Grenzen überschritten werden.

Eine Verfassung ist der minimale Konsens einer großen Gruppe von Menschen. Die Verfassung, nehmen wir sie für Deutschland, regelt auf einer ganz allgemeinen Ebene den Umgang der Menschen untereinander. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat, erkennt diese Verfassung an, entweder per Geburt oder durch seinen Antrag auf Staatsbürgerschaft. Wer die Verfassung nicht anerkennt, kann im Grunde kein deutscher Staatsbürger mehr sein. Solange er das natürlich nicht laut herausposaunt, wird da wenig passieren. Jedenfalls kann man es so sehen, denn die Anerkennung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, das sind Menschenwürde, Demokratieprinzip und Rechtsstaatlichkeit, sind Vorbedingung für eine deutsche Staatsbürgerschaft.

Das Problem mit der AfD ist, dass sie sich nicht klar zur Verfassung bekennt bzw. in Teilen deutlich davon abweicht. Deshalb sagen auch alle anderen Parteien igitt und pfui und bauen Brandmauern. Die könnte man ganz schnell einreißen, wenn sich diese Kollegen denn dazu herabließen, einmal klar zu sagen: ja, wir stehen voll und ganz hinter der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Machen sie aber nicht. Weil sie sie nicht achten.

Eine Alice Weidel darf ja ihre Meinung zur besten Sendezeit im Fernsehen kundtun – was will sie denn noch in punkto Meinungsfreiheit? In Wirklichkeit geht es genau anders herum: man würde gerne verbieten, der AfD nicht genehme Meinungen zu verbreiten. Und genau das wird geschehen, wenn diese Leute, wie auch immer, an das Regieren kommen würden: anderslautende Meinungen würden unterdrückt. Akzeptiert wird nur, wer der Ideologie der AfD Folge leistet. Das klingt nicht nur braun, das ist es auch.

Am Sonntag können wir entscheiden. Aber wie dämlich sich manche Parteien in den letzten Jahren auch immer angestellt haben: Die AfD ist mit Sicherheit keine Alternative für Deutschland.

Komet!

Es geht ja auch quer durch die Presse: Endlich mal wieder ein halbwegs ordentlicher Komet am Abendhimmel. Allerdings verliert er inzwischen schnell an Helligkeit, Gestern konnte ich ihn noch einmal erwischen:

Tsuchinshan-Atlas am 19.10 2024, Summe aus 250x2s Belichtung mit 85mm/1.8 Objektiv. Auch der Gegenschweif ist noch ganz gut erkennbar. Im Feldstecher ist der Schweif noch schön erkennbar, mit bloßem Auge ist er kaum noch aufzufinden.

Ruhiger Sommer

Nicht freiwillig ruhig. Nach einem kleinen Motorradrempler musste meine Schulter etwas mehr abfangen als ihr zuträglich war. AC-Gelenkabsprengung Rockwood Grad 4. Gute zwei Wochen noch Gilchrist-Verband, und dann ganz langsam wieder in Betrieb nehmen. Den ganzen Sommer weder Tennis noch Golf!

Homeoffice sei Dank stehe ich dem Arbeitgeber natürlich wieder zur Verfügung. Aber das Leben hat sich deutlich entschleunigt. Ich hab mal ein bisschen Zeit, um Rohdaten der Remote-Sternwarte der VdS (siehe Astronomie –> Remote-Sternwarte der VdS) zu bearbeiten. Schicke Sachen liegen da auf der Platte!

Und Zeit für ein politisches Statement ist natürlich auch. Nach der viel zu blauen Europawahl fragt man sich ja, wer trotz aller klaren Hinweise auf nicht koschere Tätigkeiten den Laden noch wählt – was heißt noch, werden ja immer mehr. Der ganze Osten blau. Ich will ja nicht sagen, das sind alles Nazis (das macht ja schon der Klingbeil), aber pauschale Gemeinsamkeiten bei der Klientel lassen sich schon finden: unzufrieden sein, rumnölen, neiden und bloß nichts konstruktives zu Lösungen beitragen. Ich glaube, das ist kein pauschales Vorurteil, sondern traurige Realität. Merken die das selber nicht? Sind die jeden Tag schlecht gelaunt? Das ist doch unnötig anstrengend. Obwohl man ja anscheinend auch gutgelaunt „Ausländer raus!“ grölen kann, wenn Papi nur den teuren Eintritt bezahlt. Eigentlich sind das die schlimmsten – gut betuchte Neider, die pauschal Ausländer verdammen, weil sie (fälschlicherweise!) denken, dass der zweite Ferrari drin wäre, wenn die nicht durchgefüttert werden müssten. Besonders denen wünsche ich ein Leben unter einer AfD-Regierung – nur bitte nicht in Deutschland.

Tag 23 – Abschluss

Wieder in Frankfurt beim Warten auf den Anschluss, diesmal Richtung Bremen. Nach wenig Schlaf, aber einem ruhigen Flug ein bisschen Zeit, um diesen Blog abzuschließen.

Der letzte Tag gestern war natürlich etwas schwierig. Auf gepackten Koffern sitzen und den Flug erst am Abend haben ist der Tagesplanung nicht gerade zuträglich. Ich denke, wir haben es ganz gut gelöst. Zunächst in Windhoek noch den botanischen Garten besucht (Eintritt frei, unglaublich!) und dann ein spätes Mittagessen noch mal in Joe´s Beerhouse. Letzte warme Stunden genießen.

Danke an alle Mitleser und auch an Terravista für die Planungsunterstützung und die Buchungen! Die Änderung in Mariental aufgrund der Hochzeit war ein sehr aufmerksamer Tipp – das ging bis 3 Uhr Nachts und war wohl eine tolle Fete, aber eben nicht unsere. Da war es definitiv besser, noch in Windhoek zu bleiben – der Dan Villon Park ist auch empfehlenswert.

Bis zur nächsten großen Reise!

Tag 21 – Vom Waterberg Richtung Windhoek

Der letzte volle Urlaubstag. Es geht bis kurz vor Windhoek zu unserer Unterkunft. Unterwegs tauchen auf der rechten Seite zwei sehr charakteristische Berge auf, die Pam Rocks.

Namensgeberin ist Pamela Anderson – warum bloß?

Dann müssen wir plötzlich anhalten – über uns kreisen hunderte Milane. Und dazu noch ein ordentlicher Trupp Abdimstöche. Das mussten wir uns natürlich eine Weile anschauen. Offensichtlich waren hier viele nahrhafte Insekten unterwegs, die Greife haben ordentlich zugeschlagen.

Storchgewusel
Und einer der Milane in groß.

Einen weiteren Zwischenstopp legen wir am von Bach Damm ein. Grundsätzlich scheinen Dämme in Namibia zwar eine „recreation area“ zu beinhalten, der Besuch ist aber eher kein Highlight. Immerhin steht auf der Trockenseite etwas Wasser, und dort ist es ausgesprochen grün. Wir nutzen das, um dort einen kleinen ornithologischen Spaziergang zu machen.

So schön grün!

In der Unterkunft gab es dann noch ein tierisches Highlight: Eine Sandrennnatter hat sich eine Eidechse gegriffen. Die schaut gar nicht glücklich aus.

Fest im Würgegriff.

15 Minuten später sah das dann so aus:

Wer findet die Eidechse? Tipp: der Schärfepunkt liegt exakt auf dem einen Eidechsenauge.

Tag 20 – Waterberg

Dem Plan wurde gefolgt. Morgens mit Führer rauf zum Plateau, Nachmittags eine große Runde durchs Tal über den Andersson und dann den Dassie Trail, Abends Muskelkater.

Die Führung zum Plateau hatte natürlich sehr schöne Ausblicke zur Folge. Einmal in das Tal, in dem auch unsere Lodge ist

und dann auch in die weite Ebene der Kalahari auf der anderen Seite des Plateaus.

Fast wie zu Hause, oder? Blick vom Weyher Berg auf die Norddeutsche Tiefebene.

David, unser Führer, ist auch ausführlich auf die Geschichte aus der Kolonialzeit eingegangen. Sehr interessant, das mal aus der Sicht der heutigen Bewohner hier zu hören. Die Herero-Kämpfe haben sich ja genau hier abgespielt, im Grunde ging es um den Zugang zu dem Tal und dem Wasser hier. Viel haben wir aber auch über das gehört, was danach geschah und wie das heute von den Herero gesehen wird.

Außerdem ging es natürlich auch um das Schutzgebiet hier auf dem Waterberg Plateau. Da sind bedrohte Tiere per Hubschrauber eingeflogen und hier oben ausgesetzt worden. Die Population der verschiedenen Spezies wird jetzt natürlich überwacht und reguliert. Das Plateau ist riesig, eine Fläche von rund 100 qkm, wenn ich das richtig sehe. Und statt einer Umzäunung gibt es die natürliche Einpferchung durch die Steilkante.

Alles in allem eine eindrückliche Tour!

Nach einem Lunch-Break war dann genügend Kraft für die zweite Runde vorhanden. Gestartet sind wir mit dem Andersson-Trail.

So schön abenteuerlich!

Das führt schön an der Südseite des Tales entlang. Und natürlich begegnen einem wieder nette Tierchen, zum Beispiel eine Gelbbauchammer

Oder dieser schöne Schmetterling

Auf dem Dassie Trail begegnete uns dann auch noch eine Gruppe Baboons (Paviane)

Mit einem noch ganz Kleinen, wie süß!

Und nun erholen wir uns erstmal! Aber ein sehr schöner Wandertag.

Tag 19 – Von Etosha zum Waterberg

Heute wieder fahren, aber nicht zu viel. Zwischenstopp in Outjo – Verilee montiert uns ein neues Kennzeichen vorne. Inklusive Halterung, damit es nicht gleich wieder verschwindet. Hat gut geklappt mit der Organisation mit Europcar (die Rechnung ist allerdings meine).

Und bald darauf ist er auch schon zu sehen, der Waterberg. Sehr markant.

Der Waterberg und das bekannte Waterberg-Plateau. Sehr eindeutig!

Die letzten paar Kilometer zur Unterkunft sind abenteuerlich. Teilweise ziemlich steil bergan, und eher ein Trampelpfad als eine Straße. Endlich mal den Allradantrieb testen! Dann taucht die Unterkunft auf, und es ist erstaunlich grün und blüht sogar!

Bougainvillea bis ganz oben. Ein schönes Willkommen hier!

Eine richtig tolle Location, mal wieder am Ende der Welt, blickt man auf die letzten Kilometer zurück.

Unüblich für Namibia sind wir an der Rezeption mit ausreichend Informationen über die Wandermöglichkeiten hier ausgestattet worden. Und das passt uns alles prima in den Kram! Heute geht noch eine kleine Wanderung zur Quelle am Ende des Tales. Aus der Quelle versorgt sich auch die Lodge. Ausgezeichnetes Wasser. Überhaupt Wasser: der Waterberg erhöht durch seinen Einfluss die Regenmenge. Sind es in der Ebene nur etwa 380mm pro Jahr, so fallen hier am Rand schon etwa 580mm. Zusammen mit den Quellen (Waterberg, aha!) erklärt es die fast schon üppige Vegetation hier.

Der Trail ist angemessen für unsere Ambitionen.

Andrea sucht den Weg. Nein, so schwierig war das nicht.

Sieht nicht nach Weg aus, ist aber einer, kein Problem. Unterwegs begegnet uns ein Raubadler auf seinem Ansitz.

Sehr schön hat er sich in Pose geschmissen!

Und es gibt rundum schöne Ausblicke auf die Abbruchkante des Plateaus. Da geht es morgen rauf, wenn nichts schiefgeht (nur mit Führer, Naturpark!).

Der Guide wird hoffentlich wissen, wie man da hochkommt.