Tag 39 – Sydney

Einen relaxten letzten Tag haben wir uns vorgenommen. Mit viel Fähre fahren. Zunächst aber einmal nett frühstücken.
Das Viertel „The Rocks“ haben wir liebgewonnen. Es erinnert ein bisschen an den Bremer Schnoor (der natürlich viel schöner ist), da es kleine Gassen gibt. Das Viertel ist überschaubar und sehr nahe am Circular Quay, an dem die Fähren abgehen. Wir waren beim Bakers Oven Cafe.

Unscheinbar, aber gemütlich.

Es ist gar nicht so einfach, eine wirklich nette, ruhige Ecke zu finden, an der man gut frühstücken kann. Das Bakers Oven Cafe ist aber eine, mitten im Zentrum und doch gemütlich. Das hier ist ja eigentlich ein Reisebericht und kein Reiseführer – aber wenn doch mal jemand nach Sydney kommt: unbedingt hier auf der Terasse frühstücken, und schon kann an dem Tag gar nichts mehr schiefgehen.
Danach ging es auf die Fähre nach Belmain. Fähre fahren in Sydney ist großartig und einfach. Die gehören zum öffentlichen Nahverkehr und man „tapped“ einfach mit der Kreditkarte auf die kontaktlosen Zahlstationen und fertig. Gelandet sind wir dann auf Cockatoo Island, soviel zum Thema „kann nichts mehr schiefgehen“. Da unser Tag aber nicht vollgestopft war, haben wir uns diese größte Insel im Sydneyer Hafenbereich angesehen. Sie besteht eigentlich nur aus alten Schiffsindustriegebäuden, ist aber trotzdem eine Attraktion mit teuren Übernachtungsmöglicheiten. Danach ging es dann aber nach Belmain.

Die Harbour Bridge mit der Opera im Hintergrund.

Zunächst aber noch eine Geschichte zur Harbour Bridge, die wir hier passierten (Vorsicht, aus zweiter Hand, keine geprüften Fakten!): Der Architekt hatte ursprünglich eine reine Stahlkonstruktion vorgesehen. Die Regierung war aber der Ansicht, dass das nicht halten würde, und bestand darauf, dass an den Enden zwei ordentliche Steintürme hinmüssten. Fachleute am Werk eben. Ende der Geschichte: die Steintürme kamen hin, statisch sind sie völlig belanglos. Sieht aber netter aus so.

Vor Cockatoo Island hatten sich Rennsegler für die Sail GP versammelt, um schon mal zu üben. Die Rennen sind Ende Februar. Die Yachten sind irre schnell und heben sich komplett aus dem Wasser, nur von kleinen Tragflächen gehalten.

Die Franzosen bei der Arbeit.

Dann ging es rüber nach Belmain.

Der Blick auf Sydney von Belmain aus.

Belmain hat einen netten Park, in dem sich Allfarbloris aufhalten.

So unglaublich süß!

Und eine ganz nette Hauptstraße, an der man flanieren und dann zu einem nachmittäglichen „Twisted Margharita“ einkehren kann. Ist ja der letzte Urlaubstag.

Zurück im Zentrum mussten wir dann noch einen Blick in das „QVB“, das Queen Victoria Building, werfen. Sehr pompös, inzwischen weitgehed mit Modeläden gefüllt. Nicht die billigsten, was man daran erkennt, das keine Preise mehr ausgeschildert werden.

Das QVB von innen.

Dann sind wir mal nach unten. Die Läden wurden billiger. Und dann sind wir noch tiefer ins Unter-Untergeschoss. Da war normalo angesagt. Dort sind wir ein wenig rumspaziert, und als wir wieder hochkamen, waren wir praktisch am Westfield Tower. Die haben Sydney unterirdisch nochmal angelegt! Da kann man tagelang rumlaufen, völlig die Orientierung verlieren und nie Tageslicht sehen!

Die Tageswertung fehlt noch: auch dieser Tag geht an Sydney. Die Vielfalt mit den kurzen Wegen über Wasser kann Melbourne einfach nicht bieten. Endstand: Melbourne 1, Sydney 3,5. Was besseres Wetter so alles ausmacht! Die Oper ist zwar immer noch nicht weiß, aber die kleinen Macken fallen einfach nicht mehr so auf, wenn die Sonne scheint. Natürlich kennen wir beide Städte nach ein paar Tagen nicht wirklich und die Meinung basiert auf sehr begrenzter Erfahrung und ist subjektiv. Unser Resumee ist aber: Melbourne war schön, nach Sydney würden wir gerne zurückkommen.

Damit sind wir auch am Ende des Blogs angekommen. Tag 40 wird die Rückreise, und das muss man hier nicht mehr ausführen. Zeit, um ein paar Dankeschöns loszuwerden:
Danke an alle, die uns in diesem Blog auf unserer wundervollen Reise begleitet haben (es waren wohl doch einige).
Ein Danke geht auch an unsere Chefs und Arbeitgeber, die uns 6 Wochen Urlaub am Stück zugestanden haben.
Danke an Thilo für das Hüten des Hauses, und an Nina für die vielen Kommentare! Bestimmt werdet ihr in eurem Leben auch noch hierherkommen!
Und ein dickes Danke auch an TravelEssence für die Organisation und Umorganisation dieser Reise. Wir fühlten uns immer sicher aufgehoben!

Fazit: Wir kommen wieder – aber es wird ein paar Jahre dauern.

Diesen Blog werde ich als Reisetagebuch in pdf-Format umwandeln und ihn dann auch gerne auf Anfrage zusenden, wer auch immer Interesse daran haben mag.

3 Antworten auf „Tag 39 – Sydney“

  1. Wow, irre, wie schnell (fast) sechs Wochen vergehen können! Danke für euren Blog – der hat mir im tristen Prüfungsphasen-Alltag wirklich immer sehr den (Mit)Tag versüßt!
    Freut mich, dass euer letzter Tag auch noch gelungen war und dann alles Gute für die Heimreise! Ich freue mich schon darauf, euch im März endlich mal wiederzusehen!

    – LG

  2. Hallo ihr beiden Reisenden, das ist schade, dass eure Reise fast zu Ende ist und euer Blog somit auch endet. Ich habe zwar nicht viele Kommentare gelesen, aber ich habe mich immer auf die neuen Fotos und Berichte gefreut. Habe es nicht täglich geschafft, da rein zu gucken, dafür gab es dann mehrere Tage auf einmal. Es war unglaublich schön und spannend, eure Reise mitzuverfolgen. Auch wenn es viele Neidmomente dabei gab…. Ich werde es vermissen, die neuesten Berichte lesen zu können! Dafür freue ich mich darauf, euch bald wieder in echt sehen zu können! Viele Grüße und einen guten Heimflug wünscht euch Elke

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