Was tun?

Es wird ja immer erschreckender, wie groß der Teil der Deutschen ist, der die AfD wählt oder wählen will. Dabei ist es doch offensichtlich, dass diese Bagage nichts besser machen würde. Weidel und Co. können nur meckern, beleidigen, wettern und spalten. Opposition ist einfach. Aber muss ganz Deutschland erst merken, was das für Leute sind, indem man sie an die Regierung bringt? Die sind schwer wieder loszuwerden, da braucht man nur nach Polen oder Ungarn schauen. Glücklicherweise haben die es irgendwann gemerkt und noch rechtzeitig die Notbremse gezogen.

Ein nationales Bewusstsein und auch ein Stolz auf eigene Besonderheiten als Volk sind ja nichts Schlechtes. Und das Bewahren zu wollen und sich nicht fremd im eigenen Land fühlen zu müssen ist ebenso verständlich. Aber das hört dann auf, wenn man anderen vorschreiben will, wie man sich zu verhalten hat.

Grundkurs Politik: Die Verfassung bzw. das Grundgesetz ist der kleinste gemeinsame Nenner für alle. Für ein Zusammenleben ist es notwendig, diese grundlegenden Regeln zu akzeptieren. Die Umsetzung der Verfassung in einzelne Gesetze ist diskussionsfähig, die Verfassung (fast) nicht. Unabhängig von Verbotsideen: Jeder, der die AfD wählt, sollte sich fragen, ob diese Partei unsere Verfassung befürwortet. Und man muss jetzt gar nicht bis zum Artikel 146 lesen, sondern kann ganz vorne anfangen:

Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Ich habe nicht den Eindruck, dass die AfD das befürwortet. Denn für sie gilt das nicht für alle Menschen. Es gilt mit einem Zusatz: “ …, sofern die betreffende Person heterosexuell ist, keine ausländischen Wurzeln hat und unsere Prinzipen vertritt.“

Und deshalb braucht man auch gar nicht diskutieren, ob die AfD wählbar ist: sie ist es nicht. Dass das so viele anders sehen, macht mir tatsächlich Angst.

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