Astrofotos aus Australien

Hier kommt die Ausbeute von unserer wunderbaren Australien-Reise. Das erste Mal war es mir vergönnt, die Magellanschen Wolken, das Kreuz des Südens und noch viel mehr sehen zu können, dass man aus nördlichen Breiten nur vom Hörensagen kennt. Natürlich konnten ich nicht mein Teleskop mitschleppen, aber eine kleine Nachführung (Skywatcher Star Adventurer Mini), die mir ein netter Sternfreund ausgeliehen hat, hatte ich schon dabei. Zusammen mit der Canon 700D und einem 85mm Objektiv, das ich bei offener Blende mit 1:1,8 eingesetzt habe, sind mir dann doch ein paar nette Bilder gelungen, die ich hier zeigen möchte. Mit Klick aufs Bild gibt es große Versionen.

Das Kreuz des Südens (etwas über 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht) mit dem Kohlensack auf der rechten Seite.

„Das“ klassische Sternbild des südlichen Himmels – das Kreuz des Südens. Bei sehr gutem Himmel in den Flinders Ranges war der Kohlensack in der Milchstraße gut mit bloßem Auge zu sehen. Belichtet wurde 12 x 1 Minute bei 800 ASA.

Das Eta-Carina Gebiet in der Milchstraße.

Der Eta-Carina-Nebel ist ein dominantes Nebelgebiet in einem sehr hellen Bereich der Milchstraße. Da die Canon nicht astromodifiziert ist, also das rote Wasserstoffleuchten leider nur sehr spärlich detektiert, ist der Nebel hier auch nicht tiefrot, sondern im Zentrum eher grünlich von der O[III]-Emission. Dunkelnebel sind auch verschiedene zu erkennen. 30 Bilder á 30 Sekunden bei 800ASA.

Die große Magellansche Wolke.

Super für das Objektiv ist die große Magellansche Wolke. Auch mit bloßem Auge echt ein Erlebnis – kein Problem, Strukturen in dieser irregulären Begleitgalaxie unserer Milchstraße zu erkennen. 29 Bilder á 30 Sekunden bei 800ASA.

Die kleine Magellansche Wolke.

Die kleine Magellansche Wolke ist deutlich zurückhaltender im Auftreten. Bei gutem Himmel zwar noch gut mit bloßem Auge zu erkennen, aber schon kleiner und strukturlos. Der fette Brummer rechts ist 47 Tucanae, einer der hellsten und größten Kugelsternhaufen um unsere Galaxie. 21 mal 2 Minuten bei 1600ASA.

Omega Centauri, Centaurus A und die Galaxie NGC4945.

Ein Ausschnitt mit verschiedenen Objekten. Omega Centauri ist der größte und sternenreichste Kugelsternhaufen des Himmels. Centaurus A (links im Bild) ist eine interessante Galaxie und Radioquelle. NGC4945 ist eine weitere große Galaxie am südlichen Himmel. Das kleine Objektiv kommt hier allerdings an seine Grenzen. So viele Einzelheiten sind nicht mehr zu erkennen. 32 mal 1 Minute bei 800ASA.

Ausschnitt aus dem Orion.

Und zum Schluss etwas, dass man auch in Deutschland sehen kann, allerdings nicht nahe des Zeits wie in Australien – der Orion. Oben der große Orionnebel, rechts unterhalb der Mitte der helle Stern Rigel, und rechts daneben der Hexenkopfnebel. Der war eigentlich mein Ziel, hier kriege ich den im aufgehellten Vegesacker Horizontdunst nämlich nicht abgebildet. Man kann noch weitere Emissions- und Dunkelnebel erkennen, ansatzweise auch einen Teil von Barnards Loop. Mehr leider nicht – der Infrarotfilter in der Kamera verhindert wie oben schon gesagt eine gute Abbildung der H-alpha-Strahlung. 32 mal 30 Sekunden bei 1600ASA.